@karneol Ich bin da natürlich kein Experte und möchte mich so auch nicht aufspielen. Allerdings kenne ich diese Abläufe und habe sie schon mehrfach erleben können. Beispielsweise kann sich eine Gruppe zunächst dynamisch finden hinsichtlich einer zentralisierten Kernaufgabe als positive Verstärkung, konkret wäre dann das simplifizierte Fallbeispiel einer sog. "Gilde" in einem "Computerspiel" zu benennen. Hier ist die Kernaufgabe klar und einfach definiert mit "Erfolg im Spiel". Allerdings wird es genau dann schwierig, wenn man versucht aus dieser Gruppe dann eine Gemeinschaft von Gegenseitigkeit und positivem Wertemodell zu machen. Also echtes Zusammensein weit über das Moment eines "Spiels" zu etablieren.
Ein weiteres Beispiel wäre dann genau das Schaffen einer kleinen Gruppe rund um den Themenkomplex #FOSS bzw. #FLOSS: Tipps und Tricks zur Nutzung freier Alternativen ohne Bindungen an Unternehmen oder zentrale Stellen (Stichwort #Gegenpol). An für sich eine tolle Idee, aber ohne das sich die einzelnen Teilnehmer über ihre Motivation klar werden und auch ihren eigenen Willen hinterfragen, sehr schwierig. Leider ist es dann nicht so weit gekommen: Denn die Gruppendynamik bindet immer gerne erst einmal diejenigen, welche sich schon engagieren und aus Überzeugung handeln. Diese sind dann später auch der sog. "Leim" und sofern sie aber berechtigt auch Engagement von Anderen einfordern wird, eben weil ihnen auffällt, dass sich Alles nur bei ihnen abspielt ... wird es kritisch.